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Keine Vorwürfe machen. Erstens ist die/der Betroffene nicht willentlich in ihre/seine
missliche Situation geraten. Zweitens helfen Vorwürfe kaum jemals, sie bewirken meist
genau das Gegenteil.
Nichthelfen kann auch Hilfe sein. Man sollte die Abhängigen nicht so unterstützen,
dass sie überzeugt sind es laufe ja bestens.
Sie müssen die Realität, die Folgen ihres
Verhaltens wahrnehmen. Nichtstun
kann daher sehr wohl oft Hilfe bedeuten.
Sich selbst nichts vormachen. Die Abhängigkeit der/des Betroffenen ist nicht
einfach eine Krise, die von selbst wieder verschwindet.
Die eigene Hilflosigkeit erkennen. Die Abhängigen sind weder willensschwach
noch lieblos, sondern unfähig, sich selber zu helfen.
Zu sich selber schauen!
Man darf sich nicht allzu lange auf die
Abhängigkeit der/des Betroffenen konzentrieren.
Wer sein eigenes Leben nicht mehr voll im Griff hat, schadet sich selbst
und fällt zudem als Helfer aus.
Die Persönlichkeit der Abhängigen respektieren.
Jeder Mensch muss letztlich die Verantwortung für sein Leben selbst
übernehmen. Das gilt auch für AlkoholikerInnen.
Die eigene Angst überwinden. Man muss Betroffene notfalls auch gegen ihren
Willen einer Behandlung zuführen.
Konsequent bleiben. Angekündigte Massnahmen müssen durchgeführt werden.
Nichts ankündigen oder androhen, was man dann doch nicht tun kann!
Die Hoffnung nicht aufgeben, denn Hoffnungslosigkeit lähmt. Selbst Hilfe annehmen.
Wer als Helfer allzu grosse Schwierigkeiten bekommt,
soll seinerseits angebotene Hilfe annehmen. Ein hilfloser Helfer
nützt niemandem etwas.
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