• Keine Vorwürfe machen. Erstens ist die/der Betroffene nicht willentlich in ihre/seine missliche      Situation geraten. Zweitens helfen Vorwürfe kaum jemals, sie bewirken meist genau das Gegenteil.

  • Nichthelfen kann auch Hilfe sein. Man sollte die Abhängigen nicht so unterstützen, dass sie überzeugt      sind es laufe ja bestens. Sie müssen die Realität, die Folgen ihres Verhaltens wahrnehmen. Nichtstun      kann daher sehr wohl oft Hilfe bedeuten.

  • Sich selbst nichts vormachen. Die Abhängigkeit der/des Betroffenen ist nicht einfach eine Krise, die von      selbst wieder verschwindet.

  • Die eigene Hilflosigkeit erkennen. Die Abhängigen sind weder willensschwach noch lieblos, sondern      unfähig, sich selber zu helfen. Zu sich selber schauen! Man darf sich nicht allzu lange auf die      Abhängigkeit der/des Betroffenen konzentrieren. Wer sein eigenes Leben nicht mehr voll im Griff hat,      schadet sich selbst und fällt zudem als Helfer aus.

  • Die Persönlichkeit der Abhängigen respektieren. Jeder Mensch muss letztlich die Verantwortung für      sein Leben selbst übernehmen. Das gilt auch für AlkoholikerInnen.

  • Die eigene Angst überwinden. Man muss Betroffene notfalls auch gegen ihren Willen einer Behandlung      zuführen.

  • Konsequent bleiben. Angekündigte Massnahmen müssen durchgeführt werden. Nichts ankündigen oder      androhen, was man dann doch nicht tun kann!

  • Die Hoffnung nicht aufgeben, denn Hoffnungslosigkeit lähmt. Selbst Hilfe annehmen. Wer als Helfer      allzu grosse Schwierigkeiten bekommt, soll seinerseits angebotene Hilfe annehmen. Ein hilfloser Helfer      nützt niemandem etwas.

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